Stille
Ich liege da, auf dem Laubbett des Waldes, über mir das schützende Blätterdach stattlicher Buchen.
Im tiefen Vertrauen sinke ich tiefer und tiefer in die Geborgenheit der Erdmutter.
Stille umfängt mich wie eine sanfte Freundin und dringt in die Tiefe der Seele, dorthin, wo der eigene Urklang durch den Lärm dieser Welt nahezu unhörbar geworden ist.
Durstig sauge ich den Klang der Stille in mich auf. Die Welt ist laut geworden, zu laut nach meinem Geschmack. Umso wichtiger und wertvoller sind diese Momente der Stille, weil sie selten geworden sind.
Dabei eröffnet sie uns an der Schwelle zum Nichts die ganze Fülle des Seins, wenn wir dem leisen Urklang unserer Seele wieder zuhören lernen