Seelenozean
„Die Welt um mich herum ist besessen vom Wahnsinn der Zeit. Ich trete heraus, schließe den Overflow der Medien, um die Stille der Ewigkeit zu erfahren. Trete heraus, aus der Flut der Bilder und Worte, die beständig darauf aus sind, unseren Frieden, das echte Leben zu zerstören, uns in den Wahnsinn zu treiben, uns vergessen zu lassen, was wirklich zählt, wer wir wirklich sind. Jeder Einzelne von uns.
Trete ein, nehme an, den Urgrund meiner Seele im Ursprung. In die Wieder-Erinnerung an mein Herz, meine Liebe.“
Tief in uns drin, wo der Ozean unserer eigenen Seele seine Heimat hat, finden wir das, was längst vergessen geglaubt. Es ist dunkel dort, beleuchtet lediglich von Sternenstaub unseres eigenen Seelenlichts. Hier sehen wir, hier fühlen wir und hier tauchen wir – in unseren Urgrund. Schicht für Schicht durch viele Schichten unserer Seelenlandschaft. In das, was nicht auf dem oberflächlich flüchtigen Blick erkennbar ist. Hinter die Kulissen des Offensichtlichen.
Hier nehmen wir auch wahr – Den Status Quo des Moments im Jetzt. Ehrlich, ungeschönt und echt. Räume der Wandlung, wo wir zu uns selbst, unserer Echtheit zurück finden können. - auch dann, wenn wir uns verloren geglaubt.
Weil dort unsere inneren Bilder ohne jede Blendung projiziert werden und verstärkt werden. Stille laut werden kann, aber auch wieder in Ruhe gewandelt werden kann. Eine Ruhe, die unabhängig ist, vom Lärm des Außen.
Die Tiefen und Untiefen unseres Seelenozeans tragen alles in sich. Vom Tsunami mit allerlei Dingen bis zur Flaute.
Unsere Urangst, aber auch unser Urvertrauen. Unseren Urschmerz, unsere tiefsitzenden Traumata, aber auch die Heilung unserer Wunden. Unsere Abgründe, unseren inneren Krieg, unseren tiefen Frieden. Unsere Liebe, unsere Ressourcen, unsere Fähigkeiten. Tiefste Schatten, höchste Lichtpunkte unserer Vergangenheit aus allen bis dahin gesammelten Leben.
Wegweiser, für den Weg der Heilung, sobald wir beginnen, den ersten Schritt dorthin zu setzen. Im Vertrauen, dass es für Alles genau diese Eine richtige Zeit gibt, wenn wir denn inneren Kompass unseres Herzens folgen.
„Einen Berggipfel erreicht man nicht gestern, wenn man gerade erst los gegangen ist.“ - Eine alte Seele